S3-E7 Im Gespräch mit Yves Sucksdorff
Der Berliner Fotograf Yves Sucksdorff am Mikrofon. Seit über 30 Jahren arbeitet Yves Sucksdorff als professioneller Fotograf - zwischen Werbung, Reportage, Architektur und Portrait. In dieser Folge sprechen wir über seinen Weg in die Fotografie, große Kunden und kleine Momente, die manchmal wichtiger sind als jedes perfekte Bild. Es geht um analoge Wurzeln und digitale Realität, um Social Media, Medienwandel und die Frage, wie man als Fotograf heute seinen eigenen Blick bewahrt.
Transkription zum barrierefreien Nachlesen der Episode - WIRD NOCH BERICHTIGT.
00:00:00 Speaker: Hau raus! Mit einem Lachen. Steigen wir ein. Mir gegenüber sitzt Yves Sucksdorff aus Berlin. Hallo. Tag. Yves Sucksdorff, der sich sehr, sehr gerne in Instagram in Aufzügen darstellt. Bepackt wie ein Lastesel mit all seinem Equipment. Yves. Stell dich doch mal mit zwei, drei kurzen Sätzen vor, wer du bist und was du so tust. Ja, wie gesagt, ich. Sucksdorff aus Berlin, gebürtiger Berliner irgendwie. Was man ja irgendwie. Zum einen glaube ich, man sagt mir immer nach, das hört man nicht, aber ähm, ja, habe immer leider irgendwie, was ich immer schade finde, leider zu lange in Berlin gelebt. Bin dann nie richtig rausgekommen. Würde ich. Vielleicht schaffe ich es ja noch mal, das jetzt auf den letzten Metern so zu ändern und bin seit mehr als dreißig Jahren professioneller Fotograf und. Ja, irgendwann. Der Das fragt mich immer so ein bisschen, weil mein Portfolio sehr vielfältig ist und ich bin das begründe ich eigentlich immer damit, dass ich zur Fotografie der Fotografie halber gekommen bin und nicht aus einer Sparte kam, um dann das fotografisch umzusetzen und sondern, ähm, es gibt natürlich Sachen, die ich halt mehr oder weniger gerne mache fotografisch, aber letztendlich hat es mich immer irgendwie. Ähm, es ist immer die Umsetzung in eine Fotografie, egal ob es jetzt ein Stillleben, Porträt oder Architekturaufnahmen sind. Wenn man jetzt hier als geneigter Zuhörer einmal auf deine Internetseite guckt und sieht, mit wem du schon alles zusammengearbeitet hast bzw auch welche Firmen du bedient hast, ob das jetzt Coca Cola ist, ob das Mercedes Benz ist? Wie fing das denn bei dir an? Wie fing es bei mir an? Also ich habe halt klassisch eine Ausbildung gemacht im Lette Verein in Berlin und was auch mir im Nachgang total geholfen hat. Dabei war halt diese Tatsache, dass man halt ähm ja alle Sparten sozusagen da lernen musste und in jedem Bereich und ich irgendwie immer gemerkt habe, wenn ich dann halt aus, dass du halt, wenn du anfängst, ähm, äh, professionell als Fotograf zu arbeiten, dass du ja konntest du halt immer auf einen Werkzeugkasten zurückgreifen, wie du halt jetzt von mir aus das machen konntest oder das machen konntest. Weil bei mir war es halt so, ich bin nach diesen zwei Jahren damals wollte ich eigentlich raus und wollte halt eigentlich Reportagefotograf werden und in die Reportage gehen und so Die ersten Jobs, die ich gekriegt hatte, war dann Werbebilder für die Sparkasse, wo ich ja gemacht habe. Wie alt warst du, als du beim Lette Verein angefangen hast? Äh, da war ich, ich glaube ein und zwanzigste. Und hast du vorher schon fotografiert? Ich habe Wie gesagt, bei mir war es so, Ich, ähm, äh, ich habe natürlich fotografiert. Ich habe auch. Ich habe eigentlich. Ich bin beinahe mal sitzen geblieben, weil ich irgendwie zu viel Zeit ins Schuljahrbuch mit allen Fotos aller Schüler der Schule sozusagen. Verbracht habe, als mich, um meine schulischen Leistungen zu kümmern. Und insofern fing es klassisch mit einer Foto AG an und wie gesagt dann irgendwie ähm, ja, fotografiert und wollte dann eigentlich. Jetzt heißt sie UdK. Damals hieß sie noch HDK in die HDK. Visuelle Kommunikation studieren Und die wollten mich damals aber nicht. Und ich habe dann eher so in einer Nacht und Nebel Aktion noch eine Bewerbung. Weil ich wollte schon natürlich irgendwie kreativ und künstlerisch tätig sein, aber ich dachte halt so Boah, jetzt in diesen jungen Jahren schon so alles auf die Fotografie zu setzen, war mir so ein bisschen zu ähm, ja, gefühlt einseitig. Und wie gesagt, Lethe hat halt die Bewerbung geklappt und dann bin ich halt im Lette Verein gelandet. Genau. Jetzt in deiner, in einer sehr triebhaften Existenz und deinen ganzen Jobs, die du gerade machst. Jetzt spreche ich dich so ein bisschen auf deine vergangenen Jahre an, Denkst du selber da ab und zu dran zurück? Wieso deine Begine waren? Oder ist das für dich selber immer so ganz weit weg, dass du so gar kein Gedanke mehr hingeht? Nein, ich muss gestehen, in den letzten Jahren hat mich das halt sehr beschäftigt. Vor allen Dingen, weil es mich. Ich finde, es holt uns. Also meine Jahre und ich glaube halt noch älteren Kollegen holt es noch stärker ein, wo ich denke. Weil einfach dieser ganze Medienapparat, ähm, in den letzten Jahren in einer so unglaublichen Umwälzung ist. Und ähm, ähm, ja, klassisch fängt man sich ja. Früher haben wir das so und so gemacht, aber wo ich jetzt sage, dass das. Darauf brauchen wir uns gar nicht mehr irgendwie so zu sagen, das gibt es halt nicht mehr. Und ich glaube, wir müssen uns vielmehr damit beschäftigen, wie könnte es aussehen und wie, ähm, wie funktionieren halt irgendwie. Social Media oder wie wo? Wie werden, wie konsumieren Menschen Nachrichten und und. Ich finde das auch eine ganz auch eine schwierige, also eine spannende, aber auch schwierige Zeit, weil ich glaube, diese ganze Nachrichtenbereich sehr, sehr im Umbruch ist. Und ich glaube, dass das Schlimme daran ist nicht ich finde nicht immer der Umbruch. Ich glaube, das Schlimme ist halt, dass wir, dass es nicht mehr diese Vielfalt gab. Also wo ich manchmal denke, früher gab es halt in jeder Stadt irgendwie drei oder vier Zeitschriften und jeden Morgen gab es dann eine Redaktionskonferenz und man hat über die gleichen Dinge nachgedacht und ähm. Und vielleicht hat einer eine ganz andere Betrachtungsweise zu aktuellen Ereignissen gehabt und das fällt natürlich durch dieses Mediensterben halt auch ein Stück weit weg. Diese unterschiedliche Betrachtungsweise und ein Stück weit auch dem ja auch da wird halt leider weniger Journalismus betrieben, glaube ich. Und die Vielfältigkeit bricht da halt glaube ich weg. Und das finde ich, glaube ich also schwierig. Du knallst da jetzt mit einem sehr, sehr wichtigen Thema so vorneweg und da wollte ich eigentlich gar nicht hin, denn mir ging es da jetzt gar nicht so um. Um das, was du gerade gesagt hast, Sondern denkt der heutige Eve manchmal an den früheren Eve zurück, der mit einer gewissen Passion begonnen hat und aus einem ganz bestimmten Grund offensichtlich. Also was jetzt der Zuhörer oder die Zuhörerinnen jetzt nicht weiß Wir haben jetzt hier schon anderthalb Stunden zusammengesessen und du hast ganz, ganz viel über die Fotografie erzählt. Das bedeutet ja, du hast ja einen ganz festen Blick und du hast so ein, so ein einen Antrieb für die Fotografie. Blickst du manchmal auf dich selber zurück? Auf diesen Punkt. Deswegen wollte ich Fotograf werden. Ich glaube diesen Punkt, an den denke ich nicht ganz zurück. Also, was ist? Was mich? Was ich immer total schön finde, ist eigentlich diesen Moment. Also ich muss auch gestehen, ich kann leider nicht mit dieser tollen Geschichte aufwarten, dass ich irgendwann im Fotolabor saß und das und dieses Papier irgendwie und irgendwas darauf erscheint und das hat mich total geflasht hat. Also das kann ich leider nicht irgendwie von mir geben, was ich habe. Aber es gibt diese Momente, ähm. Wenn du halt also gerade auch mit Menschen, also mit Menschen, irgendwelche Begegnungen hast oder auch einfach Momente, wo du sagst Hey, ich stand heute Morgen in einem Büro und wir haben einfach. Wenn ich jetzt rausgucke halten. Bedeckten grauen Himmel und es kam aber halt so und eigentlich brauchte ich halt. Also ich habe auch gar nicht auf Sonne gehofft, weil sowieso eine Nordseite war, aber es war halt in Frankfurt und es kam halt irgendwann durch Zufall doch die Sonne raus und es war halt Nordseite. Und wer Frankfurt kennt, es gibt immer irgendwelche Glasflächen und die. Und es kam halt einfach ein tolles Licht plötzlich in diesen Raum rein, weil es irgendwo von irgendeinem Wolkenkratzer irgendwie reflektiert war. Und ähm, ja, es sieht toll aus. Und das sind so diese Momente in der Fotografie, die halt einen immer wieder fesseln. Ja, was hat sich denn der damalige Yves gedacht, wo er dann vielleicht in dreißig Jahren steht? Und bis du da angekommen? Ich könnte jetzt eine ganz traurige Geschichte erzählen. Das Lustige ist, ich weiß noch, mit zwei Freunden, die wir ganz. Eng bei Lette waren, wo halt jeder definierte, wo er irgendwie in zehn Jahren stehen wollte. Und ich sage mal, da ich ja, wie ich schon sagte, irgendwie unbedingt in die Reportagefotografie wollte, hatte ich damals gesagt ich möchte also mein Ziel wäre halt, ähm zu Bilderberg oder Bilderberg Fotograf zu sein, was die meisten wahrscheinlich nicht mehr kennen. Was eine in Hamburg ansässige Agentur von Reportagefotografen, sage ich jetzt mal so war. Genau. Aber du bist heute wahrscheinlich auch so zufrieden mit dem, was du gemacht hast bisher, oder? Ich bin zufrieden. Ich sag jetzt mal, ich könnte mir halt. Es gibt so ein paar. Also ich glaube halt. Ich die Veränderung deswegen wurde halt habe ich vielleicht irgendwie falsch irgendwie das also halt wo ich jetzt sage früher habe ich mir. Gedacht, ich muss das und das machen, um da und da reinzukommen. Um. Man hatte das ist es gab früher andere Strukturen und ich glaube, diese Strukturen sind halt sehr stark weggefallen oder aufgebrochen, was ich auch echt positiv finde und wo ich sage, das sind so diese Momente, wo ich sage, wenn du möchtest, kannst du jetzt nächste Woche losgehen und ein Buch machen. Ja, und das konntest du vor dreißig Jahren nicht oder vor vierzig Jahren nicht. Oder du kannst halt losgehen und das und das machen. Also es ist halt ein Stück weit, ein Stück weit, ich sage jetzt mal demokratischer gewesen früher. Also früher war halt entweder warst du in dem Teich und dann musst du oder du bist in dem Teich. Und man wusste aber auch nicht so unbedingt genau, wie man von dem Teich in den Teich kommt und, ähm. und ich bin, glaube ich, früher viel mehr irgendwelchen Ideen hinterhergelaufen. Ja, und jetzt bin ich viel mehr in einem Momentum, wo ich sage ich möchte es halt auch aktiv versuchen zu gestalten. Pistol Bist du denn grundsätzlich jemand, der seine, seine Tätigkeit und alles, was er, was er so tut, plant? Oder bist du schon eher so impulsgesteuert, dass du auch gerne mal einfach rausbrächst? Und jetzt packe ich einfach mal irgendwas an, ob es gut wird oder nicht. Wie tickst du da so schwierig? Also ich denke, ich bin relativ. Also ich mache mir gerne einen Plan. Ja, und ich mache mir natürlich auch gerne einen Plan, wo ich jetzt sage ähm, also zum Beispiel würde ich. Ich habe immer. Ich habe es natürlich analog gelernt zu fotografieren, weil es damals noch wenig digital gab. Mir fehlt gefühlt. Das Haptische momentan in der digitalen Fotografie, wo ich manchmal denke, wenn mir einer vor dreißig Jahren gesagt hat, dass ich die Hälfte des Tages an einem Schreibtisch vor so einer Kiste stehe, hätte ich vielleicht doch noch was anderes gemacht, weil mir das Haptische irgendwie fehlt. Und wo ich halt manchmal denke Ja, zum Beispiel. Wie gesagt, ich würde gerne wieder mehr analog fotografieren und ich hatte es halt bis vor kurzem so ein bisschen. Dann machst du halt am Ende noch ein bisschen was Analoges mit. Und ich habe jetzt so ein bisschen so, wo ich dachte halt, so ein bisschen versuche ich halt vielleicht eher mit dem Analogen fast sogar anzufangen und um zu gucken, wie es wie es sich entwickelt. Das ist ein passender Stichwort. Analog ein bisschen herunterfahren. Ihr habt jetzt die Gelegenheit, einmal schnell mit einem Kaffee nachzuladen oder einer Tasse Tee und dann sind wir gleich zurück. Was ist dir denn mal so gerade in deiner Anfangszeit so richtig in die Binsen gegangen? So richtig in die Binsen gegangen, wo du denkst Mein Gott, das war so ein so ein typischer Fehler, der hätte nicht unbedingt passieren müssen. Da gibt es halt einiges. Ja, wahrscheinlich fallen mir, wenn ich nachher raus bin und irgendwie zurückverfallen. Wahrscheinlich noch viel bessere Sachen ein. Ich hatte gestern Abend das Gespräch so ein bisschen, wo es darum geht. Analoge oder digital? Wo hat man am meisten Bilder verloren? Und da erzählte ich die die Geschichte als ich. Als wir angefangen haben, digital zu fotografieren. Und ich hatte noch keine eigene Digitalkamera und ich habe sie mir meistens von einer Kollegin. Geliehen. Die hat die Läuferin war und man konnte damals bei der Nikon D1 nur entweder JPEG oder Tiff machen. Und die Läuferin hat natürlich irgendwie Tipps gemacht und ich musste immer Konzerte fotografieren. Bei Konzerten darf man immer nur drei Lieder fotografieren und ich würde behaupten, ich habe die Kamera ausgeschaltet, weil irgendwie, weil die Karte voll war und ich irgendwann schrieb halt total langsam, weil ich vergessen hatte, von Tiff auf JPEG umzuschalten Und ja, ich habe dann halt irgendwie die Karte rausgezogen. Dabei musste sich formatiert haben und ich habe dann die nächste Karte eingelegt. Aber es war nicht mehr so viel Bilder übrig von, ähm, von diesen drei Liedern, die ich abgeben konnte und ach und noch eine ganz großartige Geschichte war ich musste mal für Welt der Wunder einen Mathematiker fotografieren, der sich mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschäftigt hat, wie häufig man ein Kartenspiel mischen muss, bis es halt richtig gemischt ist. Und es war ein Mathematiker in Berlin und die Redaktion hat ihn nicht gekriegt. Und dann meinte der Redakteur Ach, setz dich einfach in die Vorlesung und danach sprichst du halt an! Gesagt, getan. Ich habe mir anderthalb Stunden Wahrscheinlichkeitsrechnung auf sehr hohem Niveau angehört und sprach ihn danach an und ich hatte auch Karten dabei gehabt. Und es war zu einer Zeit, wo man mit ganz viel bunten Licht arbeitete. Und so weiter und so fort. Und ich stellte halt irgendwie so sechs Blitze mit unterschiedlichen Farben und rings um ihn auf und er machte schon irgendwelche Kartentricks und ich dachte, das wird ein super Shooting. Und dann meinte ich so und dann es war halt auch noch auf Film und da war es halt klassisch so, wir haben auf Dia Film gearbeitet und dann hast du halt so die ersten drei hast du am Anfang irgendwie dreimal draufgedrückt oder viermal draufgedrückt und dann im Labor das kippen zu lassen. Also da wurde halt ein Stück rausgezogen vom Film und der wurde dann reingehangen und dann hast du gesagt ja, den Rest macht eine Blende heller oder eine halbe. Oder keine Ahnung, was. Ja. Oder du sagst richtig. Und da wurde halt einfach so entwickelt. Und jedenfalls, ich guckte halt nur durch diese Karte, durch dieses Kartenspiel. Und dann meinte ich so, ich mache da halt meine paar Belichtungen, dass ich halt den Film klippen konnte und dann meinte ich so ja, aber wenn ich irgendwie mal so die Karten so durch die Luft fliegen lassen könnte und er so Nein und man schmeißt keine Karten auf den Boden. Stand auf und ist weggelaufen und ich stand halt da und hatte meine vier Belichtung und dachte mir so was mach ich jetzt. Hast du denn auch noch ein Foto gemacht, wie er weg war? So von diesem verlassenen Kartenstapel vielleicht? Nein, das hätte ich vielleicht machen sollen. Vielleicht hätte das den Bildredakteur beeindruckt. Aber das war so genau. Denkst du so? Erfahrungen und Geschichten, die sind wichtig für. Für einen in seiner Entwicklung? Ähm, ja. Ich denke halt auf jeden Fall. Und ich glaube halt auch, das Wichtigste ist halt, das irgendwo zu reflektieren, weil ähm, ja, nur so geht man ja halt irgendwie in den nächsten Sache rein und kann irgendwas darauf reagieren und und und. Ich glaube, das ist halt auch einfach. Gerade in solchen Produktionen oder solchen Geschichten, dass man halt auch sagt, dass man auch sozusagen vom Weg ab, also halt von seinem, von seiner Idee, des ähm, des Weges weggeht. Hast du da irgendeine Anekdote, wo du mal so richtig weg von dem dir geplanten Weg gegangen bist? Aus Zwangsgründen oder weil du dachtest Boah, das ist jetzt viel geiler, wenn wir es so machen. Ähm, was habe ich jetzt gerade nicht so ganz auf dem Schirm. Aber alles gut. Du kannst es ja einfach mal so ein bisschen speichern, vielleicht fällt dir ein. Und dann kriegst du da rein. Jetzt fällt mir was ein. Ähm. Hast du so in deiner Anfangszeit so, so, so rumgewuselt für dich, sage ich mal, Oder hast du dich da auch oft irgendwie an ein, zwei Fotografen oder Fotografen, wo du so einen engen Kontakt hattest, die du immer wieder mit Fragen löchern konntest? Nee, muss ich gestehen. Leider, leider. So ein klassisches Mentoring oder sowas hatte ich leider doch ein bisschen. Es gab mal einen Lehrer, den ich sehr geschätzt hatte. Ballette. Den hatte ich ja noch häufiger danach und wir hatten ein großartiges Verhältnis. War halt Roger Melis, den ich sehr geschätzt habe und der leider, ich sage es mal in dem Fall zu früh verstorben ist. Und genau. Jetzt. Eine Hauptaufgabe der Fotografen ist es ja, Dinge nach außen zu zeigen, also Fotografien anzufertigen, die irgendetwas zeigen. Wenn man bei dir auf der Internetseite zu Besuch ist, dann sieht man ganz, ganz viel, was du getan hast, mit wem du was getan hast. Aber man erfährt gar nichts über dich. Was ist da deine? Also es gibt ja keine Über mich Seite, wenn ich es richtig gesehen habe. Ähm, Machst du das aus einem bestimmten Grund? Nein, es ist eher so eine. Ähm. Also müsste ich jetzt mal irgendwie machen. Ja, das ist halt auch so ein bisschen. So ein Stück weit, Ähm. Ähm. Also, ich möchte es. Es ist auch nicht so, dass ich das irgendwie irgendwie hinterm Berg halten möchte oder sonst was. Also das liegt auch, glaube ich, ich sage mal eine Über mich Seite ist ja auch wahrscheinlich einfach klassische Textseite und ich tue mich selber mit dem Schreiben sehr schwer. Also ich müsste halt jemanden. Bitten, einen Text über mich zu schreiben, damit es eine tolle Über mich Seite. Ja, weil ich dachte nur so Hm, das ist auch ein Statement, da spricht die Arbeit. Punkt. Also ich habe das überhaupt nicht negativ aufgefasst. Ich fand es toll. Ich wollte. Ich wollte einfach nur mal so wissen. War das jetzt so eine gezielte Sache, dass du dir einen Plan darüber gemacht hast, weswegen du das eben nicht machen tust? Ähm, spannend. Schreibst du nicht gerne über dich, weil du es nicht kannst? Oder weil es dir einfach schwer fällt, Worte über dich zu finden? Ich sage es einfach mal mit den Worten meiner letzten Deutschlehrerin Ich hoffe, sie ergreifen einen nonverbalen Beruf. Aber auch schwierig, wenn man bedenkt, dass jede Fotografie eigentlich so viel erzählt, gell? Ja, aber das ist halt. Das ist so ein bisschen, ähm. Ich versuche es halt mit den mit den Bildern zu erzählen. Also ich sage es mal, wenn ich schreiben könnte, könnte ich es ja schreiben. Also halt, Ja. Aber wie gesagt, ich möchte es halt lieber. Also ich kann es halt nur versuchen mit Bildern zu zeigen. Gibt es so in deinem ganzen Bilderuniversum, egal ob das jetzt ein Job war oder irgendwas, was du freigemacht hast. Gibt es so dieses eine Foto, wo du denkst genau das, da hat alles gepasst und das hat so eine tolle Bedeutung für mich. Gibt es da was? Das muss ja noch nicht mal handwerklich perfekt sein. Aber was für dich einfach einen so hohen Stellenwert hat Es gibt nicht das eine Bild. Es ist halt so ein bisschen halt. Ich glaube, das ist halt auch immer das Schwierige. Ich sag das jetzt mal so ein bisschen so wie das Klassische Wenn man jemandem eine Mappe zusammenstellt oder ein Portfolio zusammenstellen lässt, ist Kill Your Darlings, wo ich manchmal denke, dass du halt so tief, dass du ja irgendwie dabei warst oder halt irgendwie das denkst du von mir. Unter den Bedingungen habe ich das und das entstanden oder halt es war einfach eine total schöne Begegnung. Und. Deswegen hängt man an diesem Bild. Es ist vielleicht nicht das beste Bild, was man je gemacht hat, aber es ist halt meistens. Also für mich ist es halt immer immer halt auch eine eine emotionale Geschichte halt dieses Bild oder diese Geschichte halt rund um das Bild und zu haben. Und das ist auch ich glaube, es ist halt auch auch dieser Moment. Ich will nicht sagen, dass es mir nicht um das Bild geht, aber halt wo. Ich sage mal zum Beispiel gerade wenn wir jetzt irgendwie ich fand das so Anfang der zwei tausend, als wir so ganz stark in diese als Photoshop so explodiert ist sozusagen und und alles mit Photoshop gemacht werden musste und wo ich sage, wir hatten so so ein Momentum, wo wenn man, wenn es ein Gruppenbild geben sollte, dann musste jeder einzeln fotografiert werden und der wurde dann auch noch in das der Hintergründe, wurde auch noch reingesetzt und das war auch für mich eine fotografisch schwierige Zeit, weil ich eigentlich immer dachte, ich möchte das ja als Ganzes und und ich sage jetzt mal, ich war nie jemand, der sagt so, ja, hier, ich gehe auf den Markt, da fotografiere ich den Fisch und dann gehe ich irgendwie da los und fotografiere da irgendwie die Hauswand und dann kommt das und das und das zusammen und dann ist das mein Bild, sondern es war halt irgendwie war. Es ist bei mir immer so, dass ich halt irgendwie vor der Kamera. Das ist vielleicht dann auch dieser Moment, was es dann halt wieder zusammenfasst, diese Klammer, wo ich jetzt sage, dass ich ja mal in die Reportagefotografie rein wollte und wo ich dann immer dachte, also bei mir muss es halt eigentlich immer, ähm, vor der Kamera passieren. Mhm. Was war denn so? Also, wenn du darüber reden kannst, was war denn so die spannendste Persönlichkeit für dich, die du mal vor der Kamera hattest, wo du hinterher nach Hause gegangen bist und dachtest, das war krass, die spannendste. Das muss ja noch nicht mal was Bekanntes gewesen sein. Aber manchmal geht man ja so beseelt nach Hause und denkt Mensch, dieser eine Satz fand ich jetzt schon toll. Ja, es gibt halt irgendwie halt auch so fällt mir jetzt auch so ganz spontan unvorbereitet jetzt auch nichts ein. Aber es gab natürlich diese diese vielen Momente. Also halt irgendwie auch jetzt, weil ich gerade auch weil er gerade gestorben ist. Ich war halt irgendwann mal einmal halt in Berlin und einmal halt in Los Angeles mit Michael Reagan unterwegs, dem Sohn von Ronald Reagan. Und das war halt irgendwie auch eine total spannende Erfahrung. Also auch, was man halt da für Momente hatte und ja. Und so gibt es halt immer auch bei irgendwelchen Produktionen diese oder irgendwelche, wo man irgendwelche Menschen begleitet. Ähm, ja oder? Ich meine, ich habe den unseren jetzigen Regierenden Bürgermeister auch im Wahlkampf begleitet und den ich halt schon sehr lange kenne. Und ähm, ja, als wir dann plötzlich irgendwann als letzte irgendwie bei der bei der Wahl irgendwie um drei und zwanzig Uhr dreißig irgendwie alleine im Abgeordnetenhaus standen, das war halt das ganze Haus war eigentlich schon leer und verstanden da irgendwie gemeinsam und das war ja, das war halt schon irgendwie so ein Moment. Wie gehst du denn mit dir selber in so Momenten um? Oder aber auch mit den Menschen? Ich könnte mir vorstellen, dass es ganz, ganz viele gibt. Gerade hier von denen, die zuhören. die eher mit schweißnassen Händen und und aufgeregt reagieren würden, wenn sie wüssten okay, heute fotografieren sie XY oder Y. Ähm, hast du da mittlerweile schon. Also du würdest schwören, du hast so eine gewisse Ruhe, die antrainiert Macht das heute noch was mit dir, wenn du weißt, du würdest jetzt morgen den oder die bekannte Persönlichkeit fotografieren? Ich denke auf jeden Fall. Ja, also das ist halt so ein bisschen macht es und das ist glaube ich egal, ob ich jetzt den fotografiere oder den. Also das ist ja, ähm, also weil ich ja auch ich habe ja, ähm, ich sag es mal, da ist halt jemand vielleicht im Vorteil, der immer das gleiche Setting aufbaut. Ja, also wo du sagst, pass auf, da brauche ich mich nicht mehr um um eine Technik oder um eine Bildidee oder was auch immer kümmern, sondern ich kann mich ganz auf die Person einlassen. Aber ich bin ja meistens so, dass ich auch irgendwie Ich komme an einen Ort, wo ich wahrscheinlich noch nie fotografiert habe. Jeder Ort ist vom Licht anders. Ja, jede Person reagiert anders. Und es ist ja immer letztendlich. Du triffst eine Entscheidung und natürlich treffe ich auch immer die falsche, manchmal auch die falsche Entscheidung. Also du sagst ja pass auf, ich stelle den oder diejenige jetzt da und da hin und baue das und das Licht auf oder das gar kein Licht auf, weil ich sage, es ist irgendwie, ähm es braucht es nicht. Ja, ich meine, was ich halt glaube ich eher in den letzten Jahren gelernt habe, ist halt, dass man auch einfach mal darauf reagieren muss, wenn plötzlich irgendwo die Sonne rauskommt und irgendwie ein toller Lichtfleck an der Wand ist und man einfach damit arbeiten kann. Also. Und nicht nur irgendwie, dann sozusagen mit der Idee, die man hatte, die einfach durchpeitscht, sondern hat auch einfach mal links und rechts geguckt und dass man da halt glaube ich eher flexibler wird. Und ich glaube, da bin ich halt. Ich versuche es jedenfalls, deutlich flexibler zu sein als in meinen Anfängen. Ja, ja, wenn man manchmal so Du bist ja doch recht aktiv auf Instagram. Wenn man das so ein bisschen verfolgt, könnte man den Eindruck haben, dass du dein Zuhause sehr selten siehst. Ist der Eindruck richtig oder hast du relativ viel Zeit für dich? Mit. Wenn du jetzt zu Hause sagst haptisch Berlin oder ich weiß nicht, wo dein Zuhause ist. Also definitiv bin ich haptisch natürlich sehr stark. Ich bin. Ich kann jetzt nicht vorwerfen, dass ich irgendwie Zwei hundert Tage im Jahr irgendwie on the road bin und irgendwelche. Ich bin da schon relativ verhaftet und ähm, es ist halt, ähm ja, ich ich ich sag jetzt mal ich wahrscheinlich poste ich halt auch relativ viel und ähm, ähm es ist halt auch so ein ähm, mein Instagram Account. Ich weiß nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist, aber halt, es ist natürlich so ein Moment. Er ist halt sehr wild und es ist aber auch eine Sache, wo ich halt sage, ich poste da halt auch jetzt gerade fotografisch das, was mich halt beschäftigt oder halt, womit ich mich gerade beschäftige. Und das kann halt wie gesagt ziemlich querbeet bei mir gehen. Ja, also grundsätzlich würde ich jetzt mal die Annahme stellen, dass du so Sachen wie Instagram auch eher als ein notwendiges Übel siehst. Ich glaube, du bist jetzt nicht so der typische, der da so richtig Bock drauf hat, oder? Ja oder? Das kann man so nicht beschreiben. Ich denke halt also mir. Ich finde Instagram sehr inspirierend. Also. Also was heißt inspirieren? Ich sage, ich hole mir sehr viel Ideen daher. Und das ist so ein bisschen, wo wir halt von mir aus auch früher waren. Also, also wo ich sage, ich weiß nicht, ich habe halt, bin halt früher irgendwie. Ich weiß nicht, wie viel Hunderte an Euros ich an irgendwelchen Magazinen ausgegeben habe und die das Feld halt. Ähm, ich sage jetzt mal, ich kaufe immer noch sehr viel Fotobücher. Ja, und? Aber halt, ich sage mal, dieses Magazin Geschichten, die fallen halt. Ich sage jetzt mal in dem Fall leider meistens weg und wird bei mir halt so ein bisschen durch, ähm, durch dieses Social Media, ähm. Also ich sage jetzt mal Ersetzt. Hattest du durch Social Media mal ein ganz tolles oder vielleicht ein sehr negatives Erlebnis, das du mal irgend so eine ganz blöde Rückmeldung bekommen hast, wo du denkst wofür bin ich eigentlich Auf Instagram? Also das. Also das muss ich gestehen. Das ist noch. Dafür habe ich auch zu wenig, glaube ich. Follower oder zu wenig? Irgendwie. Tue ich. Weiß ich nicht das ich noch so richtig irgendwelche komischen Kommentare hatte oder sonst was, ist mir in dem Fall glücklicherweise noch nicht passiert. Und ähm ja, wenn du. Du hast es gerade erwähnt, wenn du dir so ein Fotobuch kaufst, zelebrierst du das zu Hause. Also hast du da so ein Ritual oder guckst du das? So ein on the fly? Wie sieht das aus, Wenn Yves Sucksdorff ein Fotobuch kauft, macht er sich ein Glas Wein auf, setzt dich hin. Blättert er mal durch oder ist das so? Du stehst am Flughafen und du hast das Buch dabei. Und dann bist du eingecheckt hast. Nein, Ich gucke also halt schon irgendwie, so sag ich mal, alle zwei Tage irgendwie halt. Ich habe ein relativ großes Bücherregal in meinem Büro mit relativ vielen Fotobüchern und, ähm. Und jetzt kommt noch dazu, dass, was ich echt auch sehr genieße, dass ich mich so alle zwei Monate mit drei, vier Kollegen treffe. Und wir Jeder hat zu diesem Abend immer zwei Fotobücher mitbringt und wir uns die Fotobücher gegenseitig vorstellen. Ach, spannend. Ja, das hat ja schon fast so ein bisschen Stammtischqualität, oder? Ja, ein wenig ja. Oder ich. Ich habe letztens von einer von einer ganz tollen Kollegin was gehört, dass man das auch Stammtisch nennen kann. Okay, kein Kommentar. Sich in den Augen, Wenn du so auf deiner Fototour bist und du bist ja dann querbeet unterwegs, was darf nie fehlen? Was musst du immer dabei haben? Mal abgesehen von deiner fotografischen Ausrüstung. Gibt es irgendein schrulliges Utensil, was Yves Sucksdorff immer dabeihaben muss? Das habe ich nicht so intensiv. Weiß ich nicht. So einen kleinen Nasenhaar. Rasierer? Oder gibt es da irgendwas? Ich versuche vermehrt irgendwie eine Kamera dabei zu haben, weil ich muss gestehen, ich war nie der Fotograf, der ohne Kamera sozusagen aus dem Haus. Also es gibt ja diese klassischen Fotografen, die halt nie ohne Kamera aus dem Haus gehen und das war ich halt nie. Ja, und heute Morgen hat es mich geärgert. Ich hatte halt irgendwie, ich war halt kurz in Frankfurt und ja, ich hatte halt irgendwie meine Kamera nicht dabei, sondern nur das Handy. Und du hattest extrem schönes Licht. Habe ich gesehen. Ja, es war. Ich lief halt irgendwie. Das fand ich total spannend. Es war. Ich lief an einem japanischen Restaurant vorbei und. Das ganze Fenster. Schaufenster war von innen mit lauter Postits zugeklebt. Und das fand ich total spannend und irgendwie auch in dem Licht total spannend aus. Und ich hatte mich geärgert, dass ich. Ich hatte halt irgendwie. Als ich losgefahren bin, dachte ich naja, ich brauche nur das und das für den Job. Und ich komme zur Abenddämmerung in Frankfurt an, dann gehe ich ins Hotel und dann machst du irgendwie den. Bist du morgens noch mal da und dann fährst du halt weiter zu dir. Und ich dachte, da brauchst du ja irgendwie nicht noch irgendwas mitnehmen. Und wie gesagt, das war dann heute so ein ähm. Genau. Was macht dich denn so richtig an? Also, wenn du eine Fotografie entdeckst und denkst Boah, hat das ein Schema. Irgendwas, was dich catchen muss. In der Fotografie jetzt als Buch oder allgemein oder ganz, ganz allgemein? Ich glaube, es sind immer unterschiedliche Momente. Es ist auch immer das, wo ich manchmal denke, das finde ich eigentlich auch irgendwie auch das Spannende an Social Media oder auch an den jetzigen Zeiten, wo ich sage, es ist halt so, dass man auch in ganz vielen Welten unterwegs sein kann. Also wo du sagst, ähm, ja, du kannst halt irgendwie, ähm ja mal irgendwie in der Reportage unterwegs sein und dann bist du halt irgendwie. Passiert es ja alles irgendwie so schnell, dass du plötzlich wieder in der Werbung bist und dann bist du irgendwie wieder irgendwie im Weiß ich nicht. Ich meine, ich. Wenn ich jetzt durch meinen Social Media Kanal gerade durch durchgucken. Ist halt gerade Berlinale in Berlin und du hast lauter Partybilder und irgendwie Schauspieler, Schauspielerinnen. Und das ist halt so eine eigen und eigene Bildästhetik. Und ich finde es auch wieder spannend, wo ich sage was macht der Kollege Kollegin und wie? Wie wer fotografiert jetzt die offiziellen Berlinalebilder und wie sehen die aus und wie gibt es einen neuen Look, wie man Partybilder irgendwie dann irgendwie fotografiert? Und das sind halt, das ist sozusagen der Input gerade, würde ich jetzt sagen. Dazu kommt noch Olympia. Ja, also wo jetzt? Also, ähm. Wo du halt Olympia Bilder siehst. Ja und ja und Keine Ahnung, was halt nächste Woche auf uns sozusagen visuell wartet. Was inspiriert dich denn so richtig? Ist es, andere Fotografie zu sehen? Oder bist du auch manchmal angefasst von irgendwas ganz außerhalb der Fotografie, wo du für dich denkst Oh, jetzt habe ich auf einmal eine Idee. Ob das Musik ist oder du hast einen Film gesehen, Tatst dich da irgendwas extrem, was in deine Fotografie rein fließt? Auf jeden Fall. Obwohl ich immer ich. Was mich halt ich habe. Ich möchte mal nicht so selber Filme machen. Also das ist immer so ein bisschen was natürlich jetzt gerade in dieser Phase, in der wir jetzt sind, wo du halt immer mehr angefragt wirst und eigentlich ja fast beides machen musst und ich mich immer noch sehr schwer tue, wo ich ja sage. Ich möchte lieber die Geschichte im Bild erzählen, als einen Film machen oder ein Video drehen und. Aber insofern gibt es natürlich auch, finde ich, Filme mal total inspirierend und auch natürlich irgendwie, wie auch Licht in Filmen gesetzt wird oder wie man eine Stimmung in im Film erzeugt durch Licht und ähm ja und dann gibt es halt auch manchmal auch irgendwie diese Momente, wo du halt einfach durch die Straße läufst und denkst, das sieht jetzt irgendwie großartig aus. Oder halt irgendwie denkst irgendwie Boah, hier ist eine tolle Hauswand, da könntest du ja auch mal irgendwie jemanden davorstellen, oder? Oder, Ähm, ja oder? Das ist eine tolle Location. Denkst du, es ist ein Geschenk? Ich sag mal so, wie du es gerade gesagt hast. Du läufst durch die Straße und merkst auf einmal ein ganz wundervolles Licht und so, und du freust dich ja auch darüber irgendwie. Das haben mir ganz viele Menschen nicht. Auch gerade viele Menschen, die gar nichts mit der Fotografie am Hut haben. Denkst du, das ist so eine so eine ganz tolle Gabe für einen selbst? Also nimmst du das noch irgendwie dankbar auf oder ist das bei dir schon so in Fleisch und Blut, dass du da gar nicht mehr drüber nachdenkst? Naja, dankbar in dem Sinne, dass ich mich daran erfreue, dass du halt einfach nur diesen Moment hast, wo du sagst, du stehst da halt und kannst es halt auch in dem Moment halt genießen oder halt im Festhalten. Hast du. Hast du denn so ruhige Momente oder bist du schwer getrieben? Ich weiß nicht. Wahrscheinlich. Keine Ahnung, ob ich schwer getrieben bin, aber halt, ich glaube das eine. Ich will nicht sagen beinhaltet das andere. Aber halt, wo du sagst. Also wie gesagt, ich muss halt oder ich möchte halt rausgehen und was sehen. Und, ähm. Also, wie gesagt, ich glaube, da sind wir wieder bei dem Momentum, wo ich vorhin war, wo ich sage, ich brauche halt nicht. Ich bin nicht jemand, der Bestandteile sucht, um mein Bild zu schaffen, sondern ich möchte halt irgendwie. Das Bild finden. Hast du, Hast du fließende Grenzen zwischen deinem Privatleben und deinem Job oder hast bist du da ganz klar abgegrenzt? Das musst du mir. Es gibt ja es gibt ja Menschen, die entweder weil sie sagen ich finde Fotografie an sich und als Job so geil, dass ich das, das und mein Privatleben einfach irgendwie eins ist. Oder hast du das für dich so, dass du weißt okay. Heute arbeite ich so und so lange und das und danach ist auch wirklich zappe. Und dann habe ich. Mein Privatleben Verschwimmt das so bei dir? Oder hast du so ganz klare Grenzen? Ähm, also ich weiß nicht, ob man wirklich Grenzen ziehen kann als Freiberufler. Also ich glaube, das ist halt. Ich glaube, das ist eher so ein bisschen das, was ich, ähm. Was ich immer manchmal wenn jemand einen fragt, aber er möchte jetzt auch Fotograf werden oder Fotografin werden. Und es gibt ja viele, die das dann irgendwie sagen Nee, das solltest du lieber nicht machen, das ist halt irgendwie ne doofe Idee usw. Ich glaube, es ist halt, dass viele da verwechseln die Problematik, ähm, das ist halt das ist eigentlich mehr oder weniger offene Freiberuflichkeit hinausläuft und das ist das wirkliche, ähm Emotionale und ich sag jetzt mal dieses diese Last auf deinen Schultern. Nicht unbedingt von der Fotografie herkommt, sondern eher von der Last, die du als Freiberufler hast. Und das ist halt, glaube ich, dieses dieses Momentum, wo ich jetzt sage ja, ich und ich habe da einfach auch. Ich akzeptiere das halt irgendwie ein Stück weit, dass ich halt nur bedingt abschalten kann. Ja. Ich halte das halt so. Zum Beispiel, dass ich einfach sage, wenn ich in Urlaub fahre, dann nehme ich halt nur das Handy mit. Und wo ich sage, natürlich gucke ich dann halt auf dem Handy auch Instagram und gucke, und wenn ich da was finde, dann mache ich mir ein Bildschirmfoto und und habe es als irgendwie speichere es ab und ich denke drüber nach. Aber halt. Und ich kann auch dann halt natürlich mal eine Mail beantworten, aber halt irgendwie, wo ich sage ich bin ich halt mal eine Woche weg oder das ist halt so ein bisschen, was ich mittlerweile. Für mich halt irgendwie gemacht habe, wo ich jetzt sage ja, ich muss jetzt aber nicht noch einen Laptop mitnehmen. Und nur weil ein Kunde vergessen hat, irgendwelche Daten herunterzuladen von vor drei Monaten dann noch mal einen neuen Link schicken usw und so fort, dann muss er das halt. Das ist dann der Moment, wo ich dann sage nein, ich nehme nicht noch Laptop und habe einen Server, den ich vier und zwanzig sieben irgendwie dann sozusagen mit solchen Anfragen halt. Das ist dann der Moment, wo ich dann sage, dann müssen sie jetzt leider drei Tage warten. Warst du denn mal an dem Punkt, dass du so agiert hast? Ich sage jetzt mal ich war halt, ich bin halt, ich sag es mal theoretisch an diesem Punkt, wo ich sage Ich habe für mich akzeptiert, dass ich nur. Bedingt abschalten kann. Ja, Ja. Du hast jetzt gerade so dieses Ding mit dem Freiberufler aufgemacht und auch so parallel dieses Ja, was ist, wenn man gefragt wird Fotograf werden oder eben nicht? Und das ist jetzt also alle, die jetzt zuhören, das ist jetzt überhaupt keine wertende Frage oder Aussage. Wenn du so richtig im Thema Fotografie drin bist, kannst du verstehen, dass Menschen eine Ausbildung zum Fotografen oder zur Fotografin machen und dann aber vielleicht die ersten fünfzehn Jahre in einem Einkaufszentrum in einem PassbildLaden stehen? Das kann ich komplett nachvollziehen. Was mich halt viel eher umtreibt Gerade ist halt, wo ich total. Also, wo ich doch gerne auch mal in so eine Lerntätigkeit reingehen würde. Und was mich momentan total umtreibt ist halt, als ich meine Ausbildung gemacht habe zum Fotografen und ähm, ich bin halt ich bin da relativ unbeleckt rangegangen. Es gab so und so viele Mitschüler, die haben halt schon bei irgendwelchen Fotografen assistiert. Und ich sag jetzt mal, spätestens nach dem ersten Jahr war mir relativ klar Anfang der neunziger Jahre, wenn du jetzt sagst, ich möchte Werbefotograf werden, dann gehst du da und da hin und dann sieht mein Tag so und so aus. Und wenn ich irgendwie still werde, dann sieht mein Tag so und so aus. Ja, und wenn ich Modefotograf wäre, dann muss ich jetzt irgendwie nach Paris, Mailand, oder? Und dann sieht man Tag so und so aus. Und mich würde halt komplett Interessieren. Und ich glaube, das ist halt ein Stück weit weggebrochen. Und mich würde interessieren, wenn was Menschen, die halt jetzt den Wunsch haben, eine Ausbildung oder ein Studium in der Fotografie machen. Und ja, ich würde jetzt einfach mal behaupten, irgendwie auch als Berufsziel haben, wie sie sich, also wie sie sich vorstellen, wie so ein Tag als Fotograf, wenn sie fertig sind, also wie Ihr Tag aussieht. Hm. Denkst du, dass es diesen Gedanken speziell auf den Fotografen Beruf überhaupt noch so oft gibt? Weil. Also was ja einfach heranwächst, ist so diese diese ganze Contentgeschichte und dass dieses dieses Feld der Fotografie ganz oft einfach mehr vermischt wird mit der Contenterstellung für Social Media. Ja, aber auch da muss ich gestehen, wenn ich da häufig in Gesprächen bin, wo man sagt so und ich sage ja, aber guck mal, was der oder die gerade gemacht hat. Und dann sagt plötzlich jemand Ja, aber das ist ja gar kein Fotograf oder Fotografen, das ist ja, der macht ja Content. Ja, und wo ich sage Aber ich sag mal, wenn wir eine freie Geschichte machen, ist es ja auch eigentlich Content. Also wo ich sage, es geht ja eigentlich letztendlich immer ums Bild. Also deswegen finde ich diese, finde ich diese Sparten und diese diese, dass wir da immer noch anfangen, diese Trennungen zu setzen, total unsinnig. Darauf wollte ich ja hinaus, weil das ist ja einfach diese diese Veränderung, die ja jetzt schon seit Jahren mit Macht kommt. Ja, ähm. Lehrende Tätigkeit. Was? Was wäre so was? Wo du richtig Bock drauf hättest. Also wie gesagt, ich finde es halt. Ich bin halt. Ich würde sagen, ich bin an so einem Punkt, wo ich sage ich habe auch das, was ich. Was ich weiß über die Fotografie oder wie man ein Bild erstellen kann, gerne und durchaus bereit bin sozusagen weiterzugeben. Ja, das ist halt so ein bisschen, das ist so ein bisschen. Was mich jetzt gerade nervt, ist also, wo ich sage, ich habe halt nur diese nette Ausbildung und da fehlt mir gerade so ein bisschen so der der Hochschule. Ähm, also um lehren zu können. So, dieser technische, da sind wir wieder in Deutschland, diesen technischen Aspekt, dass ich da vielleicht noch das Hochschulstudium dranhängen müsste. Ja, aber meinst du? Meinst du nicht, dass das das, was du in der Vergangenheit geleistet hast und das, was du tust, nicht ausreichend ist. Wenn jemand meint Ich. Ich bin gerne bereit. Und wie gesagt, ich bin offen für alle Fragen. Also hast du. Hast du denn schon mal einen Workshop gegeben? Ich habe früher mal Workshops gegeben. Es kann sogar sein, dass es dieses Jahr noch einen Workshop gibt mit, wo es um analoge Fotografie gibt. Wurde ich gerade angefragt. Mal gucken, wie sich das entwickelt. Und ja, wie gesagt, ich finde es eigentlich diesen diesen Austausch total spannend. Also hat und eigentlich auch das. Das ist halt sozusagen das Positive an unseren Zeiten, dass sich das. Dass sich da. Dass es da auch eine große Durchlässigkeit gibt. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass manche zu viel schreien, dass sie wissen, wie es geht und. Aber ich finde es halt irgendwie diesen. Gerade in diesem aktuellen Zeiten diesen Austausch total wichtig unter denen, die halt Bilder machen. Und genau, welcher Austausch bringt dich denn so aktuell am ehesten weiter? Also wie gesagt, ich schätze es halt total irgendwie. Ich bin ja erst seit kurzem beim BFF und ich finde halt irgendwie diesen auch. Gerade wenn wir irgendwie eine Ausstellung zusammen machen und dieses dieses Miteinander und eigentlich dieses zwischen den diese Zwischenmomente total schön. Also ich glaube, es ist jetzt nicht, dass ich jetzt sage irgendwie es gibt diese, es sind dann einfach diese kleinen Gespräche und und und. Wie gesagt, es ist ja die einen da irgendwie weiterbringen und ich glaube, das hat jeder halt momentan, dass viele halt irgendwie sei es dass die Strukturen nicht mehr so funktionieren, wie sie früher mal für einen funktioniert haben. Oder sei es, dass da halt irgendwie viel mehr. Ähm, ja, ich glaube, es sind halt viele Irgendwie ziemlich. In Bewegung, oder? Ich sage mal oder sind noch nicht in Bewegung. Und und und. Und ich glaube, das hilft dann halt auch wirklich, dann darüber zu sprechen und halt irgendwie auch, weil ja. Außerhalb dieses Gesprächs hatte ich eben schon gesagt, dass das ja Wahnsinn ist. So was, was du oder auch Alex Schwanda so für das Thema Fotografie einfach machen und so manchmal poppt in deinen Kanälen auf Galerie Sucksdorff. Was hat es damit auf sich? Das hat damit was Aussicht, dass ich in dem da, wo ich jetzt mein Büro habe, das vorne eine Fläche gibt, die wir halt mehr oder weniger als Brechungsflächen nutzen und ich das versuche jetzt hin und wieder mit. Also wie gesagt, es war halt nie so richtig geplant. Das ist halt nur Fotografie. Es ist natürlich dem geschuldet, dass ich in dieser Fotografie Bubble relativ tief drin hänge und. Also eigentlich war halt meine Idee, als ich da mal reingezogen bin in den Laden, dass ich dachte, es wäre doch total toll, wenn man halt irgendwie so alle vier Jahre irgendwas machen würde und irgendwie Menschen zusammenbringt und. Ja, wie wählst du denn für dich aus, was du denn gerne dann in deiner Galerie dann temporär hängen haben möchtest? Also da ist ja noch ein sehr wie sagt man junges Pflänzchen? Oder irgendwie sowas? Ist irgendwie. Und ist es noch nicht so, dass ich da. Ja, so viel. Also es ist eher so ein bisschen. Man spricht halt und guckt halt, ob es passt oder nicht passt. Und daraus entwickelt sich halt irgendwas. Und genau. Ja, also es gibt auch jetzt noch kein aktuelles neues Projekt, was ich jetzt theoretisch groß ankündigen würde. Es gibt so ein paar Ideen von mir. Mal gucken, was noch passiert, wer auf mich zukommt. Vielleicht mit einer großartigen Idee. Und ja, ich bin da sehr gespannt. Ja. Du hast da vorhin was erzählt und das würde ich wirklich gerne aufgreifen. Die Menschen sehen bei dir alles das, was du so tust. Und diese. Diese ganz tollen Fotos von Menschen, die du machst. Da gab es aber wohl mal einen Auftrag, der so gar nichts mit Menschen zu tun hatte und der wirklich Fleiß und Schweiß erfordert hat. Erzähl doch mal bitte. Du meinst mein Werk? Ich mache da keinen Hehl draus. Ich sage, ich hatte mich einer. Ich. Manchmal bin ich. Also. Ich bin halt so, das ist so ein bisschen dieses dieses Momentum, wo ich manchmal denke, es kommen halt so gerade wenn. Wenn du jetzt guckst, wie wirst du großer, erfolgreicher Fotograf oder kommen halt immer ploppen immer so diese diese klassischen Dinge auf? Und ich hatte manchmal habe jetzt gerade so auch dieses Gefühl, dass eigentlich so manche Jobs eigentlich mich eher auf mich gekommen sind und nicht, dass ich irgendwie so groß aktiv irgendwie ähm meine Jobs gefunden habe. War. Einer meiner größten Jobs ist nach wie vor, dass ich mal fünf und zwanzig tausend Seiten für das Deutsche Rote Kreuz produziert habe. Ja, erzähl doch mal, wie sah so ein Setting aus? Wie lange warst du da in diesem Job verhaftet? Wie? Wie kann man sich das vorstellen? Die für die fünf und zwanzig tausend. Das habe ich mit einer Kollegin gemacht. Und was ich noch nicht, was ich da zum Ersten Mal hatte. Also ich guckte sozusagen mit dem einen Auge in die Kamera rein. Insofern war die ja sozusagen vor der Kamera und ich hatte sozusagen, ähm einseitig dadurch Sonnenbrand von der Blitzanlage. Und meine Kollegin, mit der ich das zusammen gemacht habe, hat eine Sehnenscheidenentzündung vom Umblättern der Seiten gehabt. Und wir haben so an guten Tagen so um die ein tausend Seiten geschafft. Wie lange habt ihr insgesamt gebraucht? Das waren dann halt so. Ja, also seit ihr da wirklich konstant so durchgekommen? Wie hat man sich denn danach gefühlt? Was soll ich sagen? Man hat halt. Ich meine, das ist ja auch jetzt nicht so, Natürlich ist es halt toller, wenn du halt dein erstes achtzehn eintel Plakat in der Stadt siehst. Ja, und das ist natürlich ein total emotionales Gefühl. Oder auch Selbst wenn ich jetzt immer noch irgendwie mal ein Cover von einem von einer Zeitung oder sonst was habe, das ist natürlich deutlich emotionaler, als wenn du. Ähm, ja, wenn du einfach so einen Job runter arbeitest. Aber ich finde, das gehört halt auch zum. Das finde ich halt auch immer diese Momentum der Ehrlichkeit, wenn man diesen Beruf fulltime benutzt. Ähm, das ist halt solche Jobs. Also jedenfalls in meinem Leben auch gab und immer noch gibt. Ja. Wie geht es denn der Hand der Kollegin jetzt Deutlich besser. Ja. Keine bleibenden Schäden? Nein. Und wie hast du dich so im Spiegel betrachtet? So mit diesem einseitigen Sonnenbrand. Hast du das irgendwie genutzt? Ich habe es halt. Ich sage mal, das ist leider ein Problem, was mich immer wieder einholt. Halbseitiger Sonnenbrand. Ja, ich hatte auch. Ich erinnerte mich. Ich hatte meine Ich. Ich habe mal eine Reportage über ein Drachenfestival. Heutzutage heißt das Kite Festival in der Normandie am Strand gemacht und ich hatte irgendwie das Gefühl, ich müsste mal kurz irgendwie die Augen zumachen. Und ich hatte sozusagen. Also ich mein Kopf auf die Kameratasche sozusagen gebettet und hatte mich extra schon so, ich sage es mal in der entsprechenden Himmelsrichtung. Hingelegt und habe dann ist die Sonne doch gewandert und ich hatte schon wieder irgendwie einseitige Sonnenbrand. Du Kommandierst du so was? Gibt es so ein Bildmaterial drüber? Nein, also damals definitiv noch nicht, weil man halt noch nicht so alles so. Mann. Ich habe halt so. Ich frage mich halt auch gerade, das ist das Einzige, was mich halt, ähm, wo du jetzt, wo du vorhin angesprochen hast. Ähm, dieses, ähm mit dem Social Media und wo ich mich schon jetzt so ein bisschen frage ähm, ähm, also ich weiß nicht, ob ich das. Ob ich jetzt mich auch irgendwie morgens beim Spiegel, bei ähm, beim Frisieren sozusagen zeigen müsste. Ja, gut, das machst du ja schon im Aufzug, ne? Aber du hast da auch immer einen sehr gequälten Gesichtsausdruck, oder ist das so? Dieses diese Leidenschaft? Ich muss gestehen, ich bin da nicht so versiert. Was? Die. Was? Die Selfies angehen. Ja, also, ich bin da. Also, ich habe mittlerweile festgestellt, dass ich nicht mich angucken darf, wenn ich das im Spiegel, sondern ich muss schon Richtung Handy gucken und ich bin da. Ich muss da. Ich hoffe, dass meine Selfies im Aufzug besser werden. Aber vielleicht kannst du ja mal das so im Hinterkopf behalten, dass das ja so ein Kunstprojekt werden könnte für dich, das du unter der Maßgabe diese Selfies machst im Aufzug. Vielleicht kannst du dir ja so schicke Sachen einfallen lassen. Ich hatte halt mal, ich hatte. Das ist also vielleicht sollte ich dieses Selfies machen. Also ich hatte das mal. Als ich früher. Also, wenn ich im Wald spazieren gehe. Ich meine, ich bin am Wald aufgewachsen. Insofern habe ich auch in meiner Jugend sehr viel Zeit im Wald verbracht. Und es gab mal so eine Serie, die ist auch irgendwie relativ weit unten. Wahrscheinlich noch, um in meinem Instagram Account zu finden. Ich ist nach wie vor nicht verstehe, warum Menschen Äste an Bäume als Zelt. Also wie WigWam artig sozusagen hinstellen. Also das ist so und da gab es mal irgendwie aus Waldspaziergängen auch ist immer noch bei Instagram glaube ich zu sehen hat Bilder von diesen Astanhäufungen. Gibt es denn in der Fotografie etwas, was du überhaupt nicht verstehen kannst? Wenn du dich da so offen auslassen möchtest? Denn nur weil ich es nicht verstehe, bedeutet das nicht, dass ich nicht interessiert angucke. Also ich versuche das schon irgendwie relativ viel zu mir anzugucken und zu betrachten. Und das ist auch so so ein Momentum, was ich halt total. Schwierig oder spannend finde, ist dieses ähm. Dass ich halt auch gefühlt nur, also irgendwann dann doch wieder das Eigene durchkommt, wo ich sage. Ja, ich kann natürlich irgendwie professionell irgendwie anfangen, irgendwelche Sachen zu kopieren. Ja, aber gerade was diese Bildlogs angeht. Tue ich mich da halt irgendwie. Also in extremen Looks halt schwierig, wo ich halt einfach wo man feststellt, das bin ich halt nicht und ich kriege es halt nicht hingefiltert, weil es mir irgendwie gegen dem, gegen das geht, was, was ich bin. Ja, Kannst du es beschreiben, was du bist? Da ist Halt da sind wir vielleicht wieder bei dem Warum gibt es keine Aboutmiaseite? Wo? Ich glaube ich halt. Ähm, ähm. Also eher glaube ich, den Worten anderer überlassen. Gerne würde. mich zu beschreiben, als dass ich halt irgendwie ja mich also beschreiben möchte. Eine Frage muss ich immer jedem stellen. Wenn du ein Lebensmittel wärst, welches wärst du? Boah. Das ist jetzt ein ziemlicher ich sag es mal, das wäre ja so ein Interner sozusagen, den man wahrscheinlich nicht ganz versteht. Ähm, ich bin. Ich reise aus familiären Gründen relativ häufig in der letzten Zeit nach Palermo und in Palermo gibt es, ähm, nennt sich Janelle. Das ist sozusagen. Ich würde mal sagen, so genau wie ein Donut mit Zucker. Und ich sag mal, ich bin ziemlich süchtig nach den diesen Janelle. Aber wenn du ja selbst eins wärst, dann würdest du sagen, dass du so ein ganz Süßer bist. Auf jeden Fall. Ja, das ist jetzt gerade richtig schön. Das ist der Podcast der Selbstbeweihräucherung. Sehr verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer. Jegliche Anfragen hierzu gerne an. Yves Suksdorf Gar kein Problem. Ähm, wenn du heute. Na, du hast ja eben gesagt hier. Wenn mich einer fragen würde werd Fotograf oder? Wenn man gefragt wird generell was würdest du denn jungen Leuten raten, die den Job, egal in welche Richtung sie gehen wollen? Gibt es so einen allgemeingültigen Ratschlag, den du gerne jungen Menschen auf den Weg geben würdest? Schwierig. Also ich sage es mal so Ich bin da eher so ein bisschen, so gerade, so ein bisschen zerrissen, wo ich sage ähm, ich bin echt. Ich finde halt, Fotografie hat auch ein Stück weit noch mit Handwerk und Technik zu tun. Und das geht. Habe ich das Gefühl, dass man das auch noch ein Stück weit sich selber. Drauf tun muss Halt. Ist in der letzten Zeit ein bisschen verloren gegangen. Ja und ähm. Und andererseits ist es dann halt auch für mich als Aufgabe, für mich selber halt auch, wo ich halt natürlich denke halt, dass ich mich halt selber auch freier machen muss und diese Verkopfung versuche wegzukriegen. Gab es für dich denn mal so einen ganz persönlichen Aha, Moment, wo du gesagt hast Boah, krass, und jetzt bin ich so eine ganz krasse Stufe nach oben gegangen. Das muss ja jetzt noch nicht mal von deinem von deinen Fotos sein, die du herstellst. Aber so, so von dir persönlich, als Mensch, als Geschäftsmann, als Fotograf. Gibt es da was, wo du selber gemerkt hast Krass. Nein. Das einzige, was ich gerade feststelle, dass ich, glaube ich, deutlich risikobereiter und bereiter bin, aus meiner Komfortzone rauszukommen als mit Anfang zwanzig. Denkst du, das ist der natürliche Lauf der Dinge? Oder weil du dir, weil du vielleicht ein bisschen gesetzt bist, dich auch mal was trauen kannst? Ich glaube, das ist halt dann wieder dieses Momentum, wenn man einigermaßen weiß, was man tut. Das hilft halt schon. Also ich, ich sage jetzt mal, das ist halt so ein bisschen das, was ich vielleicht, wenn es das ist, nicht falsch verstanden wird. Und was die Technik angeht, wo ich sage. Dass man halt. Ich finde halt man Man sollte halt immer irgendwie auch eine Sache reproduzieren können und das finde ich halt eher spannend. Ähm, wo ich jetzt sage manchmal ähm, ja, wenn du irgendwo hin kommst und sagst also was erwartet jemand von dir? Und ähm, ist ein Bild ein Zufallsprodukt? Ja, also ich war halt zum Beispiel auch mal in der Ausstellung und wo ich dachte, also wo ich wirklich interessiert war, wie das halt mich würde, wie das funktioniert, weil es gibt. Ich weiß nicht, ob du das noch. Kennst du dieses Wenn man früher einen Film eingelegt hat, dann war ja sozusagen hat man halt irgendwie die Kamera nach unten gehalten und oder keine Ahnung wo hingehalten und man musste bis zum Ersten Bild vorgehen. Und dann gab es aber manchmal irgendwie so durch Zufall, irgendwie so das erste oder das nullte Bild oder sowas, was irgendwie total spannend aussah. Ja, und ich war halt in so einer Ausstellung und ich dachte irgendwie so, ich hatte das Gefühl, ich war nur in so einer Ausstellung, wo nur null Nuller Bilder waren. Und ich fragte mich dann so Wie geht das? Und wie also schafft der Mensch? Ähm, wenn ich Ihnen jetzt als Redaktion morgen losschicke, so ein Bild zu machen, kann er das sozusagen wiederholen? Ja, das fand ich. Also. Da muss ich immer zwangsläufig drüber nachdenken. Wenn man, wenn man häufig mal so die die ambitionierten Semiprofis sieht, die dann auch schon mal die Workshops besuchen und dann viele der der Ergebnisse in ihr Portfolio packen. Siehst du das kritisch? Weil nämlich eben genau, ist diese Reproduzierbarkeit der noch vorhanden oder nicht, sondern da ist unter Anleitung was entstanden und wird dann ins Portfolio geworben. Meinst du, das ist ein Problem? Würde ich jetzt nicht sagen, weil ich das mal hab. Ich sage es mal, in dem Moment, wo du es ja mit Anleitung gelernt hast, ist es ja theoretisch ja auch immer wieder Man, man, man wächst da ja auch dran. Ja, ja und ich sag jetzt mal, wahrscheinlich würde er, würde derjenige das halt vielleicht nicht. Beim Porträt Termin sage ich jetzt einfach mal so nächste Woche eins zu eins umsetzen, weil natürlich auch die Umsetzung halt, also die Location vielleicht eine andere ist oder so was. Aber er hat ja irgendwas mitgemacht und und dann gibt es natürlich auch irgendwo diesen Momentum, wo du sagst, ähm, ich komme jetzt mit dem und dem jetzt an der und der Stelle nicht mehr weiter und dann denkst du halt zum Beispiel halt, ähm. An irgendwas zurück. Ich bin halt auch zum Beispiel ja auch gerade auf der Fahrt hierher ist mir hatte ich halt irgendwie, wo wir uns ja mal kennengelernt haben beim Workshop mit Götz und mit mit Leica und wo ich halt irgendwie dachte irgendwie, so hatte ich halt einen, Gab es einen, mit dem Florian Müller einen Workshop gerade angeteasert, wo ich dachte so Multi Shot Geschichte und ich dachte ja irgendwie ist doch irgendwie also ja, macht es auf deine To do Liste und geh mal in vierzehn Tagen irgendwie los und probier halt mal Multi Shot aus. Keine Ahnung, ob das jetzt irgendwie was, ob das jetzt super ist oder nicht, super ist, aber es ist halt irgendwie so, probier es aus, versuche irgendwie was brauchbares zu kriegen und dann gibt es vielleicht diesen diesen einen Moment, wo du auch auf den Job bist und nicht mehr weißt und. Wie kannst du es? Irgendwie, ja. Also hatte ich auch gestern, wo ich sagte, ich habe Innenarchitektur fotografiert. Und die Idee des Architekten war es, den Aufenthaltsraum Aufenthaltsraum auch halt abends als zur Disco oder zur Party zu nutzen. Und ich bin dann halt irgendwie gestern in der Dämmerung. Also halt dann, als es dunkel war. Irgendwie habe ich versucht, irgendwie mit Lichtmalerei irgendwie in einen leeren Raum so aussehen zu lassen, als wenn da Party wäre. Keine Ahnung, ob mir das geglückt ist oder nicht, aber es war halt wenigstens so ein so ein Versuch einer Visualisierung. Und ähm, ja, ich habe die Frage auch mit einem mit einem Zwinkern gestellt, weil das alles immer so diese typischen vorurteilsbehafteten Aussagen sind, die man so außen wahrnimmt und ich deinen offenen Geist sehr schätze und du da viel offener ran gehst als viele anderen, die so verkrampft in diesen Themen hängen und in allem immer so oft was auszusetzen haben. Deswegen fand ich das ganz schön, dass du das, was ich natürlich sagen würde, ist halt das Problem, was ich manchmal sehe bei diesem Workshop. Worauf du hinaus willst ist halt, dass du halt. Dass es halt dann häufig aussieht wie das Bild desjenigen, der den Workshop gibt. So was ich halt ein Stück weit okay finde. Aber ich sag mal, also eigentlich ist es ja so, wenn. Also wenn es halt jetzt in dem Workshop ist es vielleicht ein sehr starker Setting, wo du halt auch wenig ausbrechen kannst, aber halt ähm, ja, ich finde halt, also irgendwann gibt es da diesen Moment, wo du einfach sagst, dass du noch einmal dein eigenes noch dazu gibst. Wie hast du dich eigentlich gefühlt, wie du so oberkörperfrei. Mit meiner Vase und Blumen im Feld gestanden hast. Ich habe immer noch ein bisschen Angst, dass ich irgendwann deswegen mal irgendwann irgendwo mal gebucht werde, als Model werde. Das ist ja glücklicherweise noch, glaube ich, noch nicht. Also Germany's Next Topmodel nimmt doch jetzt auch ein Best Ager. Das ist halt so ein bisschen so dieses dieses. Ja, keine Ahnung, da könnte ich. Aber das ist halt so ein bisschen dieses Problem, was ich jetzt, ähm, wo wir gerade waren mit dieser Content und Fotografengeschichte und wo ich halt, wo ich das halt wirklich einen. Schwierigen Moment also vielleicht einfach aus meiner persönlichen Geschichte heraus, wo ich jetzt sage muss ich, um als Fotograf erfolgreich zu sein, jetzt auch noch bei Germany's Next Topmodel mitmachen? Ja, naja, vielleicht ist das halt auch deine Zukunft, wenn du morgens vorm Spiegel stehst. Denke schon, dass du dir immer wieder stellst. Mein Gott, werde ich mal den anderen Weg gegangen? Ja, also, das ist so ein bisschen Halt. Ja, wie gesagt, wo ich halt manchmal. Also das ist diese diese Contentgeschichte, wo ich halt wo es mir dann halt zu wenig um die Fotografie. Also das ist schon. Ja, also wo ich jetzt sage, ich finde halt ein Making. Also ich finde auch, wie gesagt, was ich dir ja vorhin gesagt hatte, was ich. Was ich neulich auch in einem Podcast gehört hatte, von was Peter Rigaud gesagt hatte, dass er halt sagt, dass das dass das Making of einen höheren Stellenwert bekommen hat. Natürlich gerade auch durch diese ganzen KI Geschichten usw, um zu zeigen, dass das Bild echt ist oder dass das ganze Setting echt ist. Ja, und insofern finde ich halt, ist es durchaus. Gehört es zu dem Content, dass wir halt irgendwie ein Making of zeigen oder von mir aus auch das Aufzugbild oder das und das und das und das und oder halt ein bisschen Crewlife und. Aber wie gesagt, alles andere finde ich dann halt irgendwann, ähm, also schwierig. Ich weiß ja, dass du noch zurück nach Berlin musst und das jetzt so ein bisschen die Zeit im Nacken sitzt. Und ich glaube, wir könnten noch eine sehr, sehr spannende Diskussion über KI und diese Sachen führen. Vielleicht gibt es da ja irgendwann mal einen zweiten oder dritten Teil. Eine letzte Frage Wenn du dir jetzt noch mal die Frage stellen müsstest vor dreißig Jahren Was machst du? Würdest du es noch mal machen? Wirst du noch mal Fotograf oder würdest du einen ganz anderen Weg gehen? Ähm. Also es gibt so ein paar. Also die Frage habe ich mir nicht. Also, ich. Klar, ich habe mir die Frage manchmal gestellt, weil ich mir so ein bisschen das Haptische Verloren gegangen ist durch die digitale Fotografie, wo ich dann immer manchmal so ein bisschen flapsig sage halt, dann hätte ich halt irgendwie, wenn ich Tischler geworden, so nach dem Motto ja, um diese Haptik von mir aus zu haben, Keine Ahnung, ob das halt irgendwie ähm. Wie gesagt, sage ich dann immer so, wenn mich einer fragt Und ansonsten gibt es halt einfach so ein paar Momente, also wie ich habe halt, weil ich halt nach der Palette raus bin und in die Dokumentarfotografie wollte und ähm klassisch in der Reportagefotografie selten einen Assistenten gibt. Bin ich halt. Habe ich halt nie, nie richtig assistiert. Ich habe ein paar Mal in meinem Leben assistiert, aber das ist halt zum Beispiel dieser Moment, wo ich sage, wenn ich die Zeit zurückdrehen würde. Dass ich dann halt wirklich irgendwie sagen würde ich. Bewege dich ein bisschen mehr in der Welt herum und assistiere da oder da oder da. Und ja, das wäre halt so ein Moment. Wenn du mich fragst, was ich da geändert hätte, dann würde ich das auf jeden Fall sagen, dass ich das gerne geändert hätte. Im Nachgang ein total schöner Ausklang mit jetzt eine Stunde siebzehn, die wir aufgenommen haben. Ich bin ja total dankbar, dass du den Schlenker hier auf deiner Tour genommen hast und dass wir diese Zeit miteinander verbringen konnten. Und wenn du was über Yves Sucksdorff erfahren möchtest, dann guck einfach in die ShowNotes oder gib es einfach in Google ein oder in Instagram, da findest du ihn und kannst ein bisschen gucken und spinsen, was dieser Mann so macht. Vielen Dank, dass du zugehört hast. Wir verabschieden uns jetzt und ich wünsche dir eine gute Reise zurück nach Berlin. Danke. Und toll, dass sie da war. Gerne. Ciao.