The Scary Guy

Begegnung mit dem "life changer"

The Scary Guy, Portrait

Es gibt Begegnungen, die beschäftigen mich bereits im Vorhinein. So auch das Treffen mit Earl Kaufmann, alias The Scary Guy. Wobei  "alias" auch nicht stimmt. Denn "The Scary Guy" steht tatsächlich in seinem Ausweis.

 

Mit Stephan Mahlow sitze ich im Eingangsbereich des Hotel Moselblick in Winningen. Wir unterhalten uns und warteten auf Scary. Warum auch immer habe ich ein gewisses Flattern in der Brust und bin aufgeregt. Eigentlich kümmert es mich nicht, ob die Person die ich fotografiere bekannter ist oder nicht. Aber Scary ist ein unglaublicher Mensch mit einer enormen Ausstrahlung. Vielleicht ist es auch ein bisschen eben diese Bewunderung, die mich aufgeregt sein lässt.  

Ich sitze mit dem Rücken zum Flur. In der Türscheibe sehe ich, dass hinter mir ein graubärtiger Mann auftaucht. Stephan und ich stehen auf und Scary sowie seine überaus bezaubernde Frau stehen vor uns. Wir geben uns die Hände. Der überaus feste Händedruck überrascht mich nicht. Der Händedruck wird ergänzt durch einen intensiven Blick, vielleicht sogar mich prüfend ob ich ihn mustere oder nicht. Ich selbst mag Tattoos, da wird er warten müssen. 

Wir unterhalten uns nur ganz kurz und ich möchte das Fotografieren für ihn und für seine Frau so kurz wie möglich halten. Meine Lücken in der englischen Sprache muss ich unbedingt auffrischen fällt mir auf. Scary macht es einem aber unglaublich leicht mit ihm zu kommunizieren. Ein wunderbar freundlicher Mensch, mit einer einnehmenden, offenen Art.

 

Jeder vorbeigehende Hotelgast wird freundlich durch ihn gegrüßt. Aber die wenigsten erwidern den Gruß. Innerlich habe ich dafür nur ein Kopfschütteln übrig. Der Mann muss Eier aus Stahl haben und ein so breites Kreuz über die Jahre bekommen haben, dass ihm diese ablehnenden Menschen nichts anhaben können. Die Sache mit der negativen Energie fällt mir da auf Anhieb ein, die er immer wieder anspricht. "It´s not my problem, it´s your problem...".

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Menschen. Portraits. Denkanstöße 1

Es ist doch scheiss egal...

...wie viel Erfahrung einer hat, der sich mit dem Thema Fotografie auseinandersetzt. Jemand der Bock darauf hat Menschen abzulichten, der soll sich ausprobieren, seine eigene Denke realisieren und sich möglichst nicht an anderen Fotografen orientieren. Meine Meinung. Den Spagat zwischen dem Annehmen und Umsetzen WERTVOLLER Tipps, aber auch dem Entwickeln der eigenen Bildsprache, den muss man erst einmal bewältigen. Und so dachte ich, wäre es mal spannend, sich mit ein paar Menschen zu treffen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterwegs sind. Ob Berufsfotograf, ambitionierter Hobbyfotograf oder absoluter Laie. Denn es eint das Interesse und innerhalb der ganzen Fotografen fehlt es sowieso oft an gegenseitiger Toleranz. Ich hatte irgendwie Lust, die Leute zu schubsen. Sie sollten mal einfach was Neues ausprobieren. Und ich glaube, so schlecht kam das gar nicht an. Dazu war es mir einfach wichtig, eine Art "Nicht-Stammtisch" daraus zu machen. Ohne Bildbewertungen! Jeder sieht einfach ein Foto anders und auch ein technisch nicht perfektes Foto, kann ein Foto sein, was einige Menschen fasziniert wird. 

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Stephan Mahlow

Heute fotografiere ich Stephan Mahlow. Die Nacht war kurz und der Wecker klingelt erstmalig um 5.00 Uhr. Ich bin ein Opfer. Ein Opfer der "Schlummern"-Taste. Dieses böse Gerät. Gekonnt stelle ich den Wecker für acht Minuten weiter. Das ging ein paar Mal so. Eine fürchterliche Abwärtsspirale. So fangen im Leben die tragischsten Niedergänge an.  

 

Stephan kenne ich nun bereits einige Jahre. Wir haben uns kennengelernt, während ich eine Plattform namens "Koblenz mal anders" betrieb. Er hatte bezüglich eines Artikels Kontakt zu mir aufgenommen und so saßen wir schon bald zusammen auf ein Kaltgetränk im ehemaligen Fellinis Koblenz. Es ist wirklich schön, wenn solche sporadischen Kontakte, auch noch Jahre später weiterbestehen. Stephan ist Geschäftsführer von Mahlow Media, welche eine Spezialagentur für Tourismus-Marketing ist. Er ist darüber hinaus begeisterter Copter-Pilot. Sein Fuhrpark aus verschiedenen Modellen der Firma DJI ist schon beachtlich und ich beneide ihn ein wenig, wenn er morgens den Sonnenaufgang aus der Luft filmen und fotografieren kann. 

 

Nach bestandener morgendlicher Waschung springe ich zum Auto und packe schnell mein Equipment ein. Ich freu mich jetzt schon auf die Autofahrt. Die Autofahrt vor Terminen gibt mir die Gelegenheit in Gedanken durchzuspielen, was ich eigentlich fotografieren möchte. Ich spiele in Gedanken diverse Situationen durch und stelle mir immer wieder Bilder vor, die ich im Termin erreichen möchte. Da es nach Winningen geht, ist die Fahrt umso schöner. Die Sonne geht in wenigen Minuten auf, die Mosel fließt langsam und ruhig und auch auf den Straßen ist noch nicht so viel los. Da bleibt dann das Radio aus, Zeit sich zu konzentrieren. 

 

Ich bin eine viertel Stunde zu früh. Ich steige aus dem Auto, halte meinen Darth Vader Kaffeebecher in der Hand und genieße die aufgehende Sonne. Der Himmel schimmert rot und ich werde langsam ungeduldig. Denn ähnlich der blauen Stunde hält diese Morgenröte nur wenige Minuten an. Stephan tritt aus der Tür und bittet mich herein, mit einem Kaffee in der Hand. Ich sehe diesen wunderschönen Himmel und verabschiedete mich von dieser Gelegenheit. Aber Kaffee geht nun einmal vor. Das muss auch ich einsehen.

Denn....es gibt da ein Sprichwort

 

Kaffee ist das Getränk der Götter. Je mehr Kaffee Du also trinkst, umso gottgleicher wirst Du.

Zitat: Steffen Schaprian, Bademeister

 

Wir sitzen an seinem iMac und er zeigt mir einige Bilder und Videos, die er mit den Coptern in letzter Zeit gemacht hat. Stephan kann sich wie ein kleines Kind über gelungene Filmaufnahmen und Bilder freuen. Das gefällt mir. Denn mir geht das in der Fotografie genauso. Menschen, die sich mit dieser Thematik nicht auseinandersetzen, werden das einfach nicht nachvollziehen können. Bist Du Schreiner, weißt Du genau was Du bekommst, wenn Du dieses und jenes sägst. Aber als Fotograf zählt neben dem handwerklichen Verständnis noch das Gefühl für den richtigen Moment, Glück und "Sehen" können. Darüber kann man stundenlang philosophieren (Barcamp 2018 ich komme). 

 

Wir fahren in die Weinberge und lassen uns an einer schönen Stelle nieder. Der Himmel ist noch ein bisschen rot und ich habe ganz schnell ausgepackt, um wenigstens noch ein Foto in dem Lichtverhältnis hinzubekommen. Aber wo ist Stephan? Der ist verschwunden. Zugegeben, ich hatte schon merkwürdige Gedanken, was der nun so zwischen den Reben macht. Aber auch er hatte einfach nur die Aussicht genossen. 

 

Wir fotografieren eine halbe Stunde lang. Kurz und knapp. Das Ergebnis zählt ;) 

 

Vielen Dank Stephan! Das hat sehr viel Spaß gemacht. 

 

 

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Portrait Masterclass Workshop Oktober

Am 14. und 15. Oktober 2017 kommt Götz Schleser für einen Workshop nach Koblenz. Endlich konnte ich Ihn überreden, seinen Portrait Masterclass Workshop außerhalb Berlins zu veranstalten. 

Ganz kurz die Fakten:
Die Kosten für den Workshop betragen 550,00 EUR zuzüglich Märchensteuer. Studenten und Schüler nehmen bitte unmittelbar mit Götz Kontakt auf. 
Der Workshop ist jeden Cent wert. Ganz viel Praxis und ganz viel Mindsetting. Jeder wird sich hier genug für seine eigene Arbeit mitnehmen können.

Ich selbst war bereits zweimal bei Götz in Berlin und sowohl die Anreise wie auch die Gebühren waren es dicke Wert.

Den Workshop gibt es hier im Detail

Der Workshop wird großzügig von Probis mit Profotolicht unterstützt und zum "Spielen" steht eine Linhof Master Technika und ein Para 88 von Broncolor zur Verfügung. Wer mit der Technika fotografieren möchte, darf sich gerne bei Probis Berlin 4/5 inch Planfilme bestellen.

Fotos: Götz Schleser

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Erste Erfahrungen mit der FUJI GFX 50S

Erste Erfahrungen mit der Fuji GFX 50S

First experiences with FUJI GFX


Ich habe mir das Testen der dicken FUJI etwas anders vorgestellt. Ich wollte ein paar Wochen vorher die Shootings planen, die ich mit dem 50-MP Biest von FUJI bestreiten wollte. Aber eine Magen-Darm-Grippe und eine darauf festgestellte Thrombose im linken Bein, machten jegliche Planungen erst einmal unmöglich. 

So kam dann einfach das Paket von PROBIS BERLIN am Mittwochnachmittag an und mit schwerem Herzen habe ich es geöffnet. Ich hatte überhaupt kein Shooting in Planung und wusste wirklich nicht, ob ich überhaupt mit der Kamera arbeiten könnte. 

Das wahnsinnig nette Team von PROBIS BERLIN gab mir aber die Möglichkeit zum Test des Boliden und die wollte ich keinesfalls verstreichen lassen. 

 

I planned the testing phase of the big FUJI a bit differently. I wanted to arrange the shootings with the 50 MP beast of FUJI a couple of weeks in advance so I could really tests it´s boundaries. But a stomach flu and a thrombosis in my left leg made every chance of preperation impossible.
So then the package of PROBIS BERLIN arrived one Wednesday afternoon and I opened it reluctantly.
I didn`t have one shooting planned and I really did not know whether I could actually work with this camera.
The incredibly nice team of PROBIS BERLIN gave me the amazing opportunity to test this baby and I wanted to make the best of the given circumstances.


Meine Ausgangsvoraussetzungen / My essential precondition

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Portraitfotos mit Matthias in Koblenz

Heute habe ich mich mit Matthias getroffen. Matthias kenne ich seit circa 7 Jahren. Man trieb sich auf den gleichen Konzerten rum, hing mit den gleichen liebenswerten "Idioten" ab und schrieb mal für ein gemeinsames Projekt Plattenrezensionen. Da war ich noch jung und schön und Matthias war da einfach nur jung. Okay, er ist heute immer noch jünger als ich. Bezüglich des Attributes "schön" müssten wir noch einmal verhandeln. 

 

Für diese Fotos habe ich jeweils nur einen Blitzkopf verwendet aber verschiedene Lichtformer. Mal kam ein Standardreflektor mit Wabe zum Einsatz, aber auch die Rotalux by Elinchrom Deep Octa in der 100er Variante. Das flächige Licht der Deep Octa ist wunderschön. Die harten Schatten des Reflektors liebe ich ebenfalls sehr. Die Einstellungen an der Fuji ziemlich simpel. Blende 11, ISO 200 und geblitzt auf 1/180. 

 

Matthias, etwas aufgeregt, wusste nicht so ganz, was er nun zu erwarten hatte und war hinterher doch ein wenig erleichtert, dass es gar nicht so schlimm war, vor meiner Linse zu stehen. Die Gruselgeschichten die man sich so hinter vorgehaltener Hand erzählt, das Fotografen ihre Models sexuell nötigen, müssen ja nicht immer stimmen. 

 

Wir haben knapp 30 Minuten fotografiert und ich freue mich nun darauf, die Bilder hier online stellen zu können. 

 

Vielen Dank lieber Matthias! 

 

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Für 10 Minuten mit Daniel

Es hat sich mal wieder so ergeben. Ein Shooting ist ins Wasser gefallen und ich mag dann einfach nicht das Equipment für nix ins Auto geladen haben. Okay gewichtsmäßig ist das Meckern auf hohem Niveau, denn der Elinchrom Ranger Q zusammen mit FUJIFILM Kamera und Objektiven sind ja bekanntlich eher Leichtgewichte. 

Ich habe mich umso mehr gefreut, dass mein guter Freund Daniel so spontan Zeit gefunden hat, zu später Stunde noch vorbeizukommen. Mit zwei Malzbier im Gepäck kam der frischgebackene Papa keine halbe Stunde nach seiner Wortmeldung. Ein wenig aufgeregt war er. Gedanken wie das wohl ablaufen wird und ob er überhaupt dafür geeignet ist, trieben ihn vorher ein wenig um. Aber entspannte sich sichtlich schnell. 

 

Ich finde die Fotos für so eine total ungeplante Aktion wirklich mega. 

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Für 10 Minuten mit Nils

Der Titel bringt es auf den Punkt. Am gestrigen Feiertag fiel mir auf, dass ich ein Teil meines Equipments noch im Auto hatte. Es wäre schade gewesen, es nicht zu benutzen, wenn es gerade schon einmal greifbar ist und ich sowieso ein bisschen Luft habe. 

 

Gesagt getan habe ich einen Aufruf auf Facebook gestartet und einer meldete sich. Nils war kurze Zeit später da und wir haben zehn Minuten fotografiert. Ich mag es eigentlich nicht, aber es war völlig planlos. Aber trotz allem, hey....das ist doch mal ein geiles Portrait oder? 

 

In einem Forum, in welchem ich heute schon einmal ein anderes Bild gepostet habe, wurde über das Lichtsetup diskutiert. Sorry....ich nenn es Setup, dabei ist es einfach nur eine Lampe von oben mit einem Reflektor dran. Ich mag dieses Licht, welches mit einer Wabe punktgenau trifft und dennoch ein weiches Hautbild erzeugt, dafür aber harte Schatten. Die Diskussion drehte sich darum, dass das ein nicht typisches Setup für Portraits wäre und für Frauen völlig ungeeignet. Mit diesem Gedanken lass ich Euch mal allein ;)

 

Unten gibt es noch ein paar Bilder.

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Auf ein Bier mit Lars...

...mit all seinen Facetten

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Mut zur Fotografie

...oder der Hype ist endlich vorbei

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