Stephan Mahlow

Fotograf, Koblenz, Portrait, Stephan Mahlow

Heute fotografiere ich Stephan Mahlow. Die Nacht war kurz und der Wecker klingelt erstmalig um 5.00 Uhr. Ich bin ein Opfer. Ein Opfer der "Schlummern"-Taste. Dieses böse Gerät. Gekonnt stelle ich den Wecker für acht Minuten weiter. Das ging ein paar Mal so. Eine fürchterliche Abwärtsspirale. So fangen im Leben die tragischsten Niedergänge an.  

 

Stephan kenne ich nun bereits einige Jahre. Wir haben uns kennengelernt, während ich eine Plattform namens "Koblenz mal anders" betrieb. Er hatte bezüglich eines Artikels Kontakt zu mir aufgenommen und so saßen wir schon bald zusammen auf ein Kaltgetränk im ehemaligen Fellinis Koblenz. Es ist wirklich schön, wenn solche sporadischen Kontakte, auch noch Jahre später weiterbestehen. Stephan ist Geschäftsführer von Mahlow Media, welche eine Spezialagentur für Tourismus-Marketing ist. Er ist darüber hinaus begeisterter Copter-Pilot. Sein Fuhrpark aus verschiedenen Modellen der Firma DJI ist schon beachtlich und ich beneide ihn ein wenig, wenn er morgens den Sonnenaufgang aus der Luft filmen und fotografieren kann. 

 

Nach bestandener morgendlicher Waschung springe ich zum Auto und packe schnell mein Equipment ein. Ich freu mich jetzt schon auf die Autofahrt. Die Autofahrt vor Terminen gibt mir die Gelegenheit in Gedanken durchzuspielen, was ich eigentlich fotografieren möchte. Ich spiele in Gedanken diverse Situationen durch und stelle mir immer wieder Bilder vor, die ich im Termin erreichen möchte. Da es nach Winningen geht, ist die Fahrt umso schöner. Die Sonne geht in wenigen Minuten auf, die Mosel fließt langsam und ruhig und auch auf den Straßen ist noch nicht so viel los. Da bleibt dann das Radio aus, Zeit sich zu konzentrieren. 

 

Ich bin eine viertel Stunde zu früh. Ich steige aus dem Auto, halte meinen Darth Vader Kaffeebecher in der Hand und genieße die aufgehende Sonne. Der Himmel schimmert rot und ich werde langsam ungeduldig. Denn ähnlich der blauen Stunde hält diese Morgenröte nur wenige Minuten an. Stephan tritt aus der Tür und bittet mich herein, mit einem Kaffee in der Hand. Ich sehe diesen wunderschönen Himmel und verabschiedete mich von dieser Gelegenheit. Aber Kaffee geht nun einmal vor. Das muss auch ich einsehen.

Denn....es gibt da ein Sprichwort

 

Kaffee ist das Getränk der Götter. Je mehr Kaffee Du also trinkst, umso gottgleicher wirst Du.

Zitat: Steffen Schaprian, Bademeister

 

Wir sitzen an seinem iMac und er zeigt mir einige Bilder und Videos, die er mit den Coptern in letzter Zeit gemacht hat. Stephan kann sich wie ein kleines Kind über gelungene Filmaufnahmen und Bilder freuen. Das gefällt mir. Denn mir geht das in der Fotografie genauso. Menschen, die sich mit dieser Thematik nicht auseinandersetzen, werden das einfach nicht nachvollziehen können. Bist Du Schreiner, weißt Du genau was Du bekommst, wenn Du dieses und jenes sägst. Aber als Fotograf zählt neben dem handwerklichen Verständnis noch das Gefühl für den richtigen Moment, Glück und "Sehen" können. Darüber kann man stundenlang philosophieren (Barcamp 2018 ich komme). 

 

Wir fahren in die Weinberge und lassen uns an einer schönen Stelle nieder. Der Himmel ist noch ein bisschen rot und ich habe ganz schnell ausgepackt, um wenigstens noch ein Foto in dem Lichtverhältnis hinzubekommen. Aber wo ist Stephan? Der ist verschwunden. Zugegeben, ich hatte schon merkwürdige Gedanken, was der nun so zwischen den Reben macht. Aber auch er hatte einfach nur die Aussicht genossen. 

 

Wir fotografieren eine halbe Stunde lang. Kurz und knapp. Das Ergebnis zählt ;) 

 

Vielen Dank Stephan! Das hat sehr viel Spaß gemacht. 

 

 

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